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GentsBox | Im Interview mit Günther Krabbenhöft
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Im Interview mit

Günther Krabbenhöft

Für ihn muss man Udo Jürgens Hit umdichten, denn für Günther Krabbenhöft fängt das Leben mit 70 Jahren jetzt nochmal so richtig an. International wird er als Stil-Ikone gefeiert, Google wirbt mit ihm für den App-Store und für Modemagazine gibt er ein Interview nach dem anderen. So auch für uns. Der Fashion-Rentner über Mode, Leidenschaft und Gentlemen.

GENTS: Günther, du giltst als der stylischste Rentner Deutschlands. Wie siehst du dich?

Günther: (Lacht) Keine Ahnung. ich sehe mich als normal angezogen an. Für mich ist das selbstverständlich, meine Standard-Alltagskleidung. Ich bin es mir wert, mich gut anzuziehen.

GENTS: Welche Rolle spielt Mode in deinem Leben?

Günther: Es war mir schon immer ein Vergnügen, mich auch mit der Kleidung auszudrücken.

GENTS: Welche Bedeutung haben für dich Accessoires wie Krawatten, Einstecktücher und andere Stilmittel?

Günther: Diese Dinge runden ganz wunderbar ein Outfit ab oder geben ihm den besonderen Touch sowie den besonderen „Twist“. Einstecktücher sind wunderbar, wenn ich keinen Bock habe eine Krawatte oder Schleife umzubinden, aber trotzdem ein Ausrufezeichen setzen will. Es adelt jedes scharf-sitzende Sakko oder Weste!

GENTS: Wo liegen deiner Meinung nach die Schwächen der deutschen Männer in Sachen Mode?

Günther: Ich finde, dass die Männer noch nicht begriffen haben, dass Kleidung mehr ist, als die Tatsache, nicht nackt rumlaufen zu müssen. Es sollte auf selbstverständlicher Weise meine Persönlichkeit nach außen repräsentieren. Dabei ist es wichtig herauszufinden, was ich bin und was ich der Umgebung von mir zeigen will. Nicht blind den Vorgaben der Mode zu folgen, sondern mir nur die Dinge heraus zu suchen, die meinem Typ oder Lebensgefühl entsprechen. Gepaart mit einer mir eigenen Attitüde und Selbstbewusstsein sowieso.

GENTS: Wo holst du dir neue Inspirationen?

Günther: In erster Linie aus mir selbst. Natürlich speichere ich alle Dinge, die mir so im Alltag begegnen und wo ich meine, sie könnten mich bereichern. Sie werden in den Gedankenschubladen zwischengelagert und bei Bedarf dann abgerufen.

GENTS: Wann hast du deine Leidenschaft zur Mode entdeckt?

Günther: Das Interesse für Kleidung, (damals habe ich das nicht als Mode gesehen)  war immer da. Später habe ich gemerkt, wie ich mich über Kleidung noch zusätzlich ausdrücken konnte.

GENTS: Wie viel Geld gibst du monatlich für neue Kleidungsstücke aus?

Günther: Das  kann nur wenig sein, da ich Rentner bin, und meine Rente nicht groß ist. Ich achte immer auf die Möglichkeit, gute Dinge aus dem mittleren Preisniveau, reduziert zu erwerben. Auch müssen alle Neuerwerbungen kompatibel mit den vorhandenen sein. Gut angezogen zu sein, um mal mit dem Vorurteil aufzuräumen, ist auf keinen Fall eine Frage der Geldmenge!

GENTS: Wie reagieren die Menschen auf dich, wenn du draußen unterwegs bist?

Günther: Ich bin immer wieder erstaunt über die Reaktionen der Menschen! Vom freundlichen Blick, einem Lächeln, welches den Leuten übers Gesicht läuft, den Daumen hoch, im Vorübergehen, die direkte Ansprache über die schöne Kleidung, die Bitte um ein Foto! Das alles von Jung bis Alt. Viel mehr aber von den jungen Leuten. Das erstaunt mich besonders. Und das besondere für mich, so oft der Hinweis, ich würde das alles so auch ausstrahlen, diese selbstverständliche, ungekünstelte Haltung dazu.

GENTS: Du selbst bist immer perfekt gekleidet – Gentleman-like eben. Was magst du an deinem Kleidungsstil?

Günther: Ich mag diesen Stil besonders, weil er mir in meinem jetzigen Alter die Möglichkeit gibt, stilvoll und nicht nachlässig gekleidet zu sein. Es ist auch immer modern und auch zeitgemäß. Nicht nur der Anorak für alle Gelegenheiten, vom Wandern, bis zum Opernbesuch, sollte im Schrank hängen. Ich bin immer erstaunt, wie wenig die Menschen darauf achten, sich appetitlich zu kleiden. Bunt-Feinwäsche, 40 Grad scheint ein wichtiges Kleidungskriterium zu sein. Um nicht missverstanden zu werden, jeder sollte das anziehen, was er gut findet, aber BITTE mit mehr, viel mehr FANTASIE UND KREATIVITÄT.

GENTS: Was hältst du vom GentsBox-Konzept?

Günther: Jedenfalls eine wichtige Unterstützung für Mode-Neueinsteiger, die klamottentechnisch dringend etwas ändern wollen. Für die, die immer wieder nach neuen sowie interessanten Vorschlägen und Anregungen suchen. Und die, welche GentsBox absolut vertrauen und dadurch Zeit für andere Dinge haben, aber trotzdem gut aussehen wollen. Männer sollten sowieso keine Angst haben, gut auszusehen! Das sollten sich alle Männer merken.

Vielen Dank Günther Krabbenhöft für das Gespräch.

Zu den weiteren Artikeln aus der 3. Ausgabe 2015